Bildhauerei: Julie Trolle
Die 1984 in Kopenhagen geborene Bildhauerin und Keramikkünstlerin Julie Trolle-Christensen ist eine ambitionierte Quereinsteigerin. Erst vor einigen Jahren hat sie ihre Kariere als Projektmanagerin in der IT-Branche aufgegeben und den hauptberuflichen Wechsel in die Kunst der Bildhauerei vollzogen. Nach einem Studiengang in Porträtmodellierung bildete sie sich autodidaktisch kontinuierlich weiter.
In ihrem Atelier im dänischen Kopenhagen verbindet sie in Ihrer Arbeit Porträtplastik und abstrakten Skulpturen – letztere als ruhigen Kontrapunkt zur figürlichen Arbeit. Humor, Surrealismus und Symbolik durchziehen ihre Stücke und laden zum Innehalten ein.
Ihr Fokus liegt auf zeitgenössischen Themen die sie beschäftigen, wie die Vermittlung politischer und feministischer Stimmungen. Der Körper wird dabei nicht als neutrales Abbild, sondern als Raum behandelt, in dem Machtverhältnisse sichtbar werden. Sie arbeitet vorwiegend intuitiv – teils auch mit einer klaren Vorstellung. Dabei entfaltet sich die Figur erst im haptischen Dialog mit dem Material. Ziel ist es, beim Betrachter eine Auseinandersetzung zu provozieren, die über das Sehen hinausgeht und Emotionen zu wecken, Fragen zu stellen und einen Dialog zu eröffnen.
Zuletzt wurde Julie Trolle im „Nimb Hotel Magazine“ 41st issue 2026/27 erwähnt.